Mehrweg mit Mehrwert für die Schweiz
In Deutschland herrscht seit Januar 2023 die gesetzliche Mehrwegpflicht, die gastronomische Betriebe zum Angebot von Mehrwegverpackungen verpflichtet. Die obligatorische Vorschrift hat eine Vielzahl von Anbietern an Pfandsystemen hervorgerufen und damit eine unübersichtliche Situation geschaffen. In der Schweiz existiert eine derartige Einflussnahme nicht, gibt es keine staatlichen Vorgaben. Doch der Ruf nach der Einführung von Mehrwegverpackungen im Zuge der Bedrohung durch den Klimawandel wird lauter.
Die Schweiz als Müllproduzent im Plastiksystem
Der Studie »Mehrweg für die Zukunft« der Greenpeace Schweiz von 2019 zufolge produziert das Land europaweit die viertgrösste Menge an Siedlungsabfall pro Kopf. Auch ergab die Analyse, dass die Schweizer hinsichtlich Verpackungen durchaus bereit für Veränderungen sind und immer mehr Menschen zu Mehrwegartikeln greifen. Da im Gegensatz zu Deutschland der Einsatz von Mehrwegverpackungen größtenteils auf Freiwilligkeit beruht, ist mit der grundlegenden Bereitschaft zum Umdenken eine Basis für die Reduktion von Einwegverpackungen und die Nutzung von Mehrwegprodukten vorhanden. Diese Zustimmung muss aktiv in Handeln umgesetzt werden. Vor allem Schweizer Kantone und Städte spüren die Auswirkungen der Wegwerfgesellschaft an sichtbar herumliegendem Müll. Städte sieht die Umweltorganisation Green Peace als wirksamen Hebel für den Einsatz von Mehrwegverpackungen. Denn sie können mit rechtlichen Vorgaben direkt auf den Gebrauch im öffentlichen Raum einwirken und besitzen gezielte Gestaltungsoptionen für eine nachhaltige Transformation.
Individuelle Mehrweg-Regelungen in der Schweiz
Einzelne Schweizer Kantone, Städte und Branchen haben mittlerweile konkrete Schritte für den Gebrauch von Mehrweggeschirr eingeleitet. Im Kanton Basel-Stadt beispielsweise müssen Essen und Getränke im öffentlichen Raum in Mehrwegverpackungen verkauft werden. Im Kanton Bern ist bereits seit 2019 eine Mehrweggeschirrpflicht in der Gastgewerbeverordnung verankert, die eine Mehrwegpflicht für Grossveranstaltungen ab 1'000 Gästen vorsieht. Die Stadt Genf verbietet seit Anfang 2020 generell Einweg-Plastikprodukte. Die Vorgaben werden vielerorts restriktiver und auch der Druck von der Kundenseite wächst, denn der Ruf nach einer aktiven Mitwirkung am Umweltschutz wird lauter. Zwar handelt es sich bislang um lokale Vorschriften, die Städte und Kantone individuell ins Leben rufen, doch bahnt sich ein generelles Umdenken bezüglich des Einsatzes von Mehrweggeschirr an.
Ruf nach abfallfreier Take-away-Gastronomie
Bereits im Juni 2020 wurde die Motion »Abfallfreie Take-away-Gastronomie« im Schweizer Parlament eingereicht, die allerdings abgelehnt wurde. Ein weiterer Vorstoss ist aktuell nicht in Planung. Doch scheint eine allgemeingültige Verordnung zum Thema Mehrwegverpackungen oder sogar ein einheitliches Plastikverbot in der gesamten Schweiz durch derartige Vorstösse in erreichbare Nähe gerückt. Überhaupt setzt die Schweiz bei der Etablierung und Nutzung von Mehrwegverpackungen sowie ihrer Integration in laufende Betriebe und gastronomische Prozesse auf Freiwilligkeit.
Der Schweizer Markt für Mehrweggeschirr
Doch setzt sich der Schweizer Markt im Hinblick auf Mehrweggeschirr in Bewegung. Zwei professionelle Anbieter für Mehrwegpfandsysteme etablieren sich. Kooky bietet Cups für Heissgetränke, das Unternehmen Recircle bietet ein Boxen für Pizzen bis hin zu Tellern. Das Mehrweggeschirr kann bei beiden Anbietern im Restaurant bezogen und an einem anderen Standort abgegeben werden. Eine Konsumentenbefragung von der »AmPuls Market Research AG« von 2019 ergab, dass nur rund 10 Prozent aller Mahlzeiten in Recircle-Boxen über die Theke gehen. Häufig sei dies bei Take-aways in Restaurants der Fall. Die Herausforderungen für die Integration von Mehrweggeschirr liegen im Management, denn die Gastrobetriebe müssen den Mehrwegkreislauf selbst verwalten. Dies ist mit finanziellem, logistischem und zeitlichem Aufwand verbunden.
Die Vorteile von Mehrwegverpackungen
Umweltfreundlichkeit, Kostenersparnis und Imagegewinn – die Stärken von Mehrweggeschirr liegen auf der Hand. Mehrwegverpackungen sind wiederverwendbar, wodurch Abfall vermieden wird. Zwar sind viele Mehrwegverpackungen im Erwerb teurer, doch langfristig zahlt sich die Investition aus, da unter anderem die stetig wiederkehrenden Anschaffungskosten für Einwegverpackungen ausbleiben. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind Themen, die aktuell in Politik und Gesellschaft diskutiert werden. Vor allem jüngere Menschen setzen sich aktiv für den Schutz der Umwelt und den Einsatz von Mehrweggeschirr ein. Unternehmen können mit dem Einsatz Mehrweggeschirr also ihr Image verbessern sowie ihre Kundebeziehungen stärken und ausweiten.
Folgende Vorteile können Unternehmen konkret beim Einsatz von Mehrweg erwarten:
• Langfristig im Einkauf günstiger
• Kann teilweise bis zu 100-mal wiederverwendet werden
• Positiver psychologischer Effekt wegen dem Bedürfnis nach nachhaltigen Verpackungen für die Umwelt
• Kundenbindung wird positiv beeinflusst
• Einsatz schont Ressourcen wegen Wiederverwendbarkeit
• Schützt Lebensmittel beim Transport durch Stabilität
Das Mehrweg-Sortiment von Green Box
Ob wiederverwendbare Coffee-to-go-Becher oder Becher für Kaltgetränke, Cups für deftige Suppen, Mehrwegteller oder Mehrwegboxen für das Ausliefern von Take-away-Mittagessen – wir haben für jede Speise das passende Mehrwegprodukt. Unsere Häppy Boxen® gibt es beispielsweise in verschiedenen Grössen, Ausführungen und Farben. Zudem sind sie ineinander und mit dem passenden Deckel sogar aufeinander stapelbar. Das spart Platz bei der Lagerung und sorgt für einen sicheren und stabilen Transport. Sämtliche Produkte aus unserem Mehrweg-Sortiment sind spülmaschinenfest und leicht zu reinigen. Wir stellen unsere Mehrwegverpackungen übrigens aus nachhaltigen Materialien wie Glas, Holz oder unserem eigens entwickelten Bio-Compound her. Das ist ein Verbundstoff aus Holz und Biokunststoff. Er ist lebensmittelecht, temperaturbeständig, besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und enthält weder BPA noch Melamin, ist biologisch abbaubar und belastbar. Unsere Mehrwegbehälter sind flexibel in Gastrobetrieben wie Restaurants, Kantinen oder Cafés oder auch in Supermärkten, Bäckereien und Unverpackt-Läden einsetzbar. Für viele unserer Kundinnen und Kunden sind sie die optimale Alternative zu Plastikverpackungen.
Wie kann man Kakaopapier verwenden?
Kakaopapier ist besonders hitzebeständig und eignet sich damit gut als Einweg-Backform. Du findest bei uns Backformen aus Kakaopapier in verschiedenen Formen - ob beispielsweise für einen eckigen Kastenkuchen oder einer runden Quiche. Das natürliche Äußere der Verpackung unterstützt den leckeren Inhalt. Das verwendete Verpackungsmaterial sorgt durch die erdige Farbe für eine ansprechende und individuelle Präsentation der Muffins, Kuchen und Co. Zudem ist das hochwertige Papier für den Tiefkühler geeignet. Auch wenn es sich um eine verlockende Vorstellung handelt: Das Papier aus Kakao riecht und schmeckt nicht nach Schokolade! Es hat keinen Eigengeruch, der sich auf Lebensmittel übertragen könnte.
Nutze die Kraft der Natur und probiere die nachhaltige Alternative aus. Verpacke deine Köstlichkeiten in braunes Kakao-Papier!
Melde dich für weitere Infos, hilfreichen Tipps oder spannenden Produktneuheiten für unseren Green Box-Newsletter an. Sichere dir dabei zusätzlich 5 € Rabatt¹ auf deine nächste Bestellung.
¹Ab einem Einkaufswert von 50 € und nur einmalig als Newsletter-Abonnent:in einlösbar. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.
- ✔ Exklusive Angebote für Abonnenten und Abonnentinnen
- ✔ Spannende News
- ✔ Hilfreiche Tipps
- ✔ Sortiment-Neuheiten