Welche Kritik gibt es an dem Prozess der Kompensation?
Es gilt jedoch zu bedenken, dass Co2-Kompensationen vor allem in der Theorie funktional sind, es aber praktische Probleme geben kann. Da Kompensationsmaßnahmen häufig in Entwicklungsländer ausgelagert werden, können beispielsweise Probleme bei der Errechnung der Einsparungen entstehen. Denken wir zum Beispiel an eine Aufforstungsmaßnahme in einem Entwicklungsland, die durch ein europäisches Unternehmen finanziert wird. Das jeweilige europäische Unternehmen wird sich seinerseits die Kompensationsleistungen aus diesem Projekt anrechnen. Nun kann es passieren, dass auch das jeweilige Entwicklungsland die entstandene Co2-Kompensation geltend macht und deswegen vielleicht an anderer Stelle Maßnahmen zum Klimaschutz vernachlässigt werden. So entstehen dann Doppelbelegungen für Kompensationen und das Resultat ist eher von Nachteil für den Klimaschutz. Außerdem lässt sich bei Kompensationen auch häufig nur schwer feststellen, ob die erzielte Reduktion nicht ohnehin passiert wäre.
Diese Problematiken müssen natürlich berücksichtigt werden und so überprüft ClimatePartner regelmäßig auch unsere Kompensationsprozesse. Mehr zu unseren zertifizierten Kompensationen und alle Infos über unsere Zusammenarbeit mit ClimatePartner findest Du auf unserer ClimatePartner Seite. Wir ruhen uns aber nicht auf den Kompensationen aus oder nutzen sie, um uns keine Gedanken mehr über unsere Emissionen machen zu müssen – im Gegenteil. Für uns sind Kompensationen nur ein Weg, den Einfluss, den wir mit unserem Handeln und unseren Produkten auf die Umwelt nehmen, zu neutralisieren. Wir arbeiten außerdem stetig daran unsere Gesamtemissionen zu verringern und versuchen auch bei unseren Produkten, z.B. durch kürzere Lieferketten, die PCFs zu senken. Bei uns ist der Kauf von Co2-neutralen Produkten keine Option, sondern Standard.