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Nachhaltige Forstwirtschaft

Holz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der Industrie: Es ist nachwachsend und vielfältig einsetzbar. Neben wirtschaftlichen Aspekten haben das Naturmaterial und die Wälder aus denen es stammt, zudem einen unsagbaren ökologischen Wert. Um einer Ausbeutung der Wälder entgegenzuwirken, gibt es das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft. Mehr zu den jeweiligen Labels und deren Bedeutung erfährst Du hier.

Was bedeutet „Nachhaltige Forstwirtschaft“

Das Ökosystem Wald besitzt eine Vielfalt an Funktionen. Es bietet Tieren einen Lebensraum, schützt Luft und Wasser und wirkt klimaregulierend. Neben der ökologischen Funktion stellt der Wald auch dem Menschen ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die grüne Landschaft dient z. B. als Erholungsquelle, Tourismuseinnahme und als Rohstofflieferant für die energetische Holznutzung. Zwischen all diesen Bedürfnissen und Interessen muss die natürliche Regenerationsfähigkeit des Waldes bewahrt werden, – also nachhaltig gehandelt werden.

Durch all seine Facetten besitzt der Wald auch eine Vielzahl an Namen: Horst, Hain, Hag, Gehölz, Buschwerk, Tannicht – oder eben „Forst“. Während einige der Begriffe die Grösse oder Art des Waldes aufzeigen, steht ein Forst im heutigen Sprachgebrauch für einen bewirtschafteten Wald. Setzt man nun die Definition „Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit“ und einen „bewirtschafteten Wald“ zusammen, ergibt sich die „Nachhaltige Forstwirtschaft“.

Was ist nachhaltige Forstwirtschaft?

Die FOREST EUROPE, gegründet aus der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (1990), hat mehrere Kriterien nachhaltiger Forstwirtschaft erarbeitet. Diese werden stetig angepasst und sind auf der Seite von FOREST EUROPE jederzeit einsehbar. Zur Vereinfachung haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Erhalt der Gesundheit und Vitalität des Waldökosystems
  • Schutz und Verbesserung der biologischen Vielfalt im Wald
  • Verbesserung der forstlichen Ressourcen und Sicherung ihres Beitrags zu den globalen CO2-Kreisläufen
  • Schutzfunktion bei der Bewirtschaftung der Wälder, vor allen im Bereich Boden und Wasser
  • Erhalt der Produktivität des Waldes (z.B. nur so viele Bäume abholzen, wie im natürlichen Lebenszyklus eines Baumes nachwachsen können)
  • Erhalt weiterer sozio-ökonomischer Funktionen des Waldes

Nachhaltige Forstwirtschaft ist jedoch kein genau definierter oder geschützter Begriff. Für Forstbetriebe herrschen zwar gesetzliche Anforderungen, die auf Naturschutzgesetze eingehen - dies bedeutet aber nicht, dass der Wald überdies hinaus auch nachhaltig bewirtschaftet wird.

Je nach Unternehmen und Land kann eine nachhaltige Bewirtschaftung auf freiwilliger Basis stattfinden. Es gibt jedoch einige Siegel, die unter strengen und eigens definierten Richtlinien handeln. Auch viele unserer Produkte werden unter diesen Regularien hergestellt.

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Weshalb sollte ich auf ein nachhaltiges Siegel achten?

Laut der Bundeswaldinventur sind rund 11,4 Millionen Hektar in Deutschland Waldfläche. D.h. etwas weniger als ein Drittel Deutschlands besteht aus Wald. Was vielleicht viel klingen mag, ist im Verhältnis zum früheren Waldbestand eher gering. Zudem litten die deutschen Wälder in den vergangenen Jahren unter der starken Trockenheit. Zu wenig Wasser machte viele Bäume anfällig für den Borkenkäfer. Was die Grippe bei einem geschwächten Immunsystem beim Menschen ist, symbolisiert der Borkenkäfer beim Baum. Bevor diese Bäume verkommen, werden sie daher gefällt und als Rohmaterial genutzt.

Zwischen wirtschaftlichen Interessen, typischen Baumkrankheiten, Schädlingen, Wetterlagen (Sturm oder Dürre) muss also darauf geachtet werden, dass genauso viele Jungbäume nachwachsen können, wie Bäume erkranken oder gefällt werden.

Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Jahr 2013 zeigen glücklicherweise, dass in Deutschland generell mehr Bäume nachwachsen (122 Mio. Kubikmeter pro Jahr) als abgeholzt werden (76 Mio. Kubikmeter pro Jahr).

Leider ist dies jedoch nicht in allen Ländern der Fall. Generell werden zunehmend Flächen für das Rohmaterial und die landwirtschaftliche Nutzung gerodet. Zwar gibt es globale Projekte zur Wiederherstellung entwaldeter und erodierter Gebiete wie die „Bonn Challenge“ - diese können jedoch, trotz politischer Unterstützung, an diesem Negativtrend nicht viel ändern. In Zeiten der Ressourcenverknappung ist es daher immer wichtiger zu wissen, woher die Rohmaterialien kommen und ob für diese Ersatz geschaffen wird.

Wir wollen es für Dich übersichtlich halten und haben daher alle Artikel, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, mit einem Icon versehen. Diese Icons weisen darauf hin, dass die Hersteller der Produkte über ein entsprechendes FSC-Siegel, PEFC-Siegel oder vergleichbares Siegel verfügen.

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FSC-Siegel – Wälder für immer für alle

FSC steht für "Forest Stewardship Council" und ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldwirtschaft. Die 1993 gegründete Organisation setzt sich für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald ein. Dies sind einige Kriterien, anhand dessen der FSC eine nachhaltige Forstwirtschaft beurteilt:

  • Keine Übernutzung des Waldes
  • Förderung der biologischen Vielfalt
  • Untersagung von Kahlschlägen
  • Nutzung von Pestiziden nur wenn dies gesetzlich gefordert ist
  • Einsatz für die Mehrung natürlicher Mischwälder
  • Schonung des Waldbodens
  • Schutz seltener Arten und Ökosysteme
  • Fair Entlohnung der im Wald arbeitenden Menschen

Unternehmen erhalten nur ein FSC-Zertifikat, sofern sie alle Kriterien erfüllen und sich mindestens einmal jährlich von unabhängigen Dritten prüfen lassen. Auch wir gehören dazu! All unsere FSC zertifizierten Produkte erkennst Du an dem kleinen grünen FSC Icon.

PEFC-Siegel – Der „Wald-TÜV“

PEFC steht für “Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes” und ist ein unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Der PEFC bezeichnet sich selbst als „Wald-TÜV“ und agiert nach strengen Richtlinien. Unabhängige Gutachter kontrollieren die gesamte Herstellung – vom Rohstoff bis hin zum fertigen Endprodukt. Zudem handelt der PEFC über viele gesetzliche Richtlinien hinaus uns setzt somit höhere Standards. Einige anschauliche Beispiele haben wir zusammengetragen:

  • PEFC-Wälder müssen Biotopbäume (abgestorbenes Totholz) vorweisen. Diese sind wirtschaftlich nicht mehr nutzbar, dienen aber als Zuhause für geschützte Insekten und Vögel.
  • Bei Arbeiten mit Forstmaschinen kann es zu Unfällen mit auslaufendem Öl kommen. PEFC-zertifizierte Wälder dürfen nur biologisch schnell abbaubare Kettenhaftöle und Hydraulikflüssigkeiten verwendet. Gesundheitsschädigende Benzole sind ebenfalls verboten.
  • Aufforstung ist nicht gleich Aufforstung. Je nach Standort und Bodenqualität benötigen die Bäume bestimmte Eigenschaften (Sturm, Schädlinge, Dürre). PEFC-Wälder nutzen kontrolliertes Saat- und Pflanzgut, das auf den spezifischen Pflanzort zugeschnitten ist. So ist es wahrscheinlicher, dass die Bäume auch wirklich anwachsen und gesund bleiben.

Weitere spannende Informationen zu den jeweiligen Siegeln und ihren Ansätzen findest Du direkt auf den Seiten des FSC und des PEFC.